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Kinder-/ Menschenrechte

 

Kinderrechte! Menschenrechte! Schon mal gehört? Bestimmt!

Kinder haben Rechte… aber worauf? Was sind eigentlich Rechte? Was hat das mit mir zu tun? Und was macht das Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro dazu?

Was sind eigentlich Rechte?

Rechte werden leicht mit Gesetzen verwechselt. Fragt man Kinder, so treffen sie meist den Kern: „ was man bekommen soll“ im Sinne von, dass sie es einfordern können.

Rechte sind ein Anspruch auf etwas, ein Versprechen. In der Kinderrechtskonvention sind alle Rechte aufgeschrieben, die Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren weltweit zustehen. Sie ist eine internationale Vereinbarung von 193 Staaten (außer USA und Somalia), in der die Staaten sich verpflichten, die Rechte der Kinder zu achten.

Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene wissen war nicht, dass Kinder und Jugendliche Rechte haben. „So müssen sie bei allen Themen, die sie betreffen, nach ihrer Meinung gefragt zu werden und diese Meinung bei Entscheidungen auch berücksichtigt werden,“ steht in Artikel 12 der Konvention über die Rechte des Kindes – der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Diese Kinderrechtskonvention hat insgesamt 54 Artikel mit Rechten zu Schutz, Förderung und Beteiligung.

Wichtige Rechte sind:

  • Recht auf Gleichheit und Respekt
  • Recht auf Bildung
  • Recht auf Gesundheit
  • Recht auf Spiel und Freizeit
  • Recht , die Meinung frei zu sagen, sich zu informieren und mitzubestimmen
  • Recht auf Schutz vor Gewalt und Missbrauch
  • Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht
  • Recht auf besondere Unterstützung für Kinder mit Behinderung
  • Recht auf elterliche Fürsorge

Eine kindergerechte Zusammenfassung der UN-Kinderrechtskonvention: http://www.compasito-zmrb.ch/fileadmin/media/compasito-zmrb.ch/KRK_kinder_s_312_315.pdf

Die vollständige UN-Kinderrechtskonvention im Wortlaut: http://www.compasito-zmrb.ch/fileadmin/media/compasito-zmrb.ch/KRK_s_316_328.pdf

 

Was hat das mit mir zu tun?

Ganz viel, denn Kinderrechte gelten für alle Kinder auf der Welt.

Die Kinderrechte dürfen Kindern nicht weggenommen werden, sondern gelten egal, was ist, überall und zu jeder Zeit. Ob zum Bespiel ein Kind von jemanden geschlagen oder beschämt wird, steht nicht zur Diskussion.

Oftmals bestimmen Erwachsene alleine Dinge, die Kinder betreffen. Die Kinder und Jugendliche werden nicht gefragt, nicht gehört oder nicht ernst genommen. Das ist nicht richtig und verstößt gegen ein wichtiges Kinderrecht- das Recht auf Beteiligung.

 

Wie kam es eigentlich zu den Kinderrechten?

Vor 100 Jahren hatten Kinder fast gar keine Rechte. Sie mussten vielfach wie die Erwachsenen arbeiten und wurden natürlich nicht nach ihrer Meinung gefragt.

Janusz Korczak, ein polnischer Arzt, setzte sich um 1920 dafür ein, dass Kinder mehr geachtet werden. Er war der Meinung: „Du, Kind, wirst nicht erst Mensch, du bist ein Mensch, und hast das Recht genauso geachtet zu werden wie ein Erwachsener.“

Er schrieb Bücher wie „Das Recht des Kindes auf Achtung“, rief die erste Kinderzeitung der Welt ins Leben, erprobte Formen des demokratischen Zusammenlebens (z.B. Kinderparlamente, Aushandeln von Regeln) in den Waisenhäusern, die er leitete.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Vereinten Nationen – englisch: UNO –  gegründet. Die Staaten schlossen sich zu dieser Organisation zusammen, um sich gemeinsam für Frieden und Sicherheit auf der Welt einzusetzen. Hintergrund war, dass während des 2. Weltkriegs massive Gräueltaten an Menschen, vor allem durch die Nationalsozialisten, begangen wurden.

1948 verabschiedete die UNO die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. In dieser sind die Rechte aufgeschrieben, die jeder Mensch hat, egal welcher Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht etc. jemand ist. Jeder Mensch hat ein Anspruch auf diese Rechte, einfach weil er Mensch ist und eine Würde hat.

Nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte setzten sich zunehmend Erwachsene dafür ein, dass es einen Vertrag über die Rechte von Kindern gibt. Zwar gelten die Menschenrechte für alle, auch für Kinder, aber Kinder haben spezielle Bedürfnisse, z.B. auf Spiel oder mit ihren Eltern zusammenzuleben.

Es dauerte 10 Jahre bis sich eine Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen einigen konnte, welche Rechte in der Kinderrechtskonvention enthalten sein sollten. 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention fertiggestellt und ist inzwischen von 193 Staaten (alle außer die USA und Somalia) ratifiziert – verabschiedet.  Das heißt, dass die Länder sich verpflichtet haben, unter anderem auch Deutschland seit 1992, die Kinderrechte umzusetzen, indem entsprechende Gesetze verabschiedet werden, etwas zur Verwirklichung der Rechte unternommen wird und vor allem auch die Kinderrechte für alle bekannt gemacht werden.

 

Und was macht das Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro dazu?

Das Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro:

  • führt deshalb gemeinsam mit Kooperationspartner*innen aus Kita, Freizeiteinrichtung oder Schule erfahrungsorientierte Aktionen, Workshops und Projekttage zu Kinderrechten mit Kindern sowie Workshops mit Eltern und Multiplikator*innen durch
  • unterstützt Kinder und Jugendliche, die ein Kinderrechtsproblem an Verantwortliche im Bezirk herantragen möchten
  • unterstützt und berät Kinder und Jugendliche, wenn sie sich für die Kinderrechte einsetzen möchten und Hilfe bei Aktionen / Projekte möchten
  • unterstützt Interessierte Aktionen zum Weltspieltag zu organisieren
  • berät Fachkräfte / Multiplikator*innen zu Methoden der Menschenrechtsbildung und Projektplanung zu Kinderrechten / Menschenrechten
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